Eine Klasse der Fachschule für Sozialpädagogik der Fachschule für Sozialpädagogik an der BBS II des Landkreises Uelzen tauschte für 4 Tage den Klassenraum mit dem „Lernort Bauernhof" und erarbeitete sich das Thema Erlebnispädagogik direkt vor Ort. Im neu errichteten Seminarraum auf dem Hof Constien in Bargfeld wurden vormittags die theoretischen Inhalte dieses reformpädagogischen Ansatzes unterrichtet.
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Eine Klasse der Fachschule für Sozialpädagogik der Fachschule für Sozialpädagogik an der BBS II des Landkreises Uelzen tauschte für 4 Tage den Klassenraum mit dem „Lernort Bauernhof" und erarbeitete sich das Thema Erlebnispädagogik direkt vor Ort. Im neu errichteten Seminarraum auf dem Hof Constien in Bargfeld wurden vormittags die theoretischen Inhalte dieses reformpädagogischen Ansatzes unterrichtet.
Am Nachmittag wurde das Gelernte in der Praxis erprobt und die Nächte verbrachten die 23 Fachschülerinnen und Fachschüler, die in einem Jahr die Schule als staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher verlassen werden, unter einfachsten Verhältnissen bei hochsommerlichen Temperaturen im zum Bauernhof gehörenden Schafstall, 2 Kilometer außerhalb des Dorfes. Die einfachen Lebensbedingungen gehörten zu der Schulwoche ebenso wie die Nachtwanderung mit persönlichkeitsbildenden Elementen und der aus gesammelten Feldfrüchten selbstgekochter Eintopf. Das Ehepaar Constien hat sich dem Programm „LandERleben" verschrieben und wird den „Lernort Bauernhof" weiter ausbauen. Dies ist sicher nicht nur für die angehenden Erzieher und Erzieherinnen wichtig sondern bietet Kindern und Jugendlichen vom Kindergarten bis zur offenen Jugendarbeit ein großes Erfahrungsfeld. So wurde nicht nur für das leibliche Wohl der Klasse FSP I/1 der Fachschule für Sozialpädagogik perfekt gesorgt, sondern von „Bauer" Constien gab es auch Informationen über moderne ökologische Landwirtschaft und die Probleme der immer härter werdenden Existensbedingungen der bäuerlichen Betriebe.
Den als „Übernachtungshotel" dienenden alten Schafstall inmitten der teilweise zu beregnenden Felder, fernab der Zivilisation, hatte die Fachschulklasse schnell ins Herz geschlossen. Die 23 Fachschülerinnen und Fachschüler mit ihren 3 Lehrkräften (Johanna Michaelis-Krause, Birgit Weidemeier und Werner Schröder) erarbeiteten sich den gezielten, geplanten Einsatz von Erlebnissen als pädagogisches Medium.
Denn Erlebnispädagogik wendet sich gegen die heutige Reizüberflutung bei Kindern und Jugendlichen und dient somit in besonderem Maße der Persönlichkeitsbildung. Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen werden nicht erzwungen oder durch Mahnungen und Belehrungen erreicht, sondern die Betroffenen lernen im natürlichen Zusammenleben einer Gruppe soziales Verhalten, lernen ihre körperlichen und psychischen Grenzen kennen und machen die Erfahrung, dass ihre Mitarbeit in der Gruppe erforderlich ist , da die gestellten Aufgaben nur gemeinsam zu bewältigen sind. So, wie es der Reformpädagoge Kurt Hahn schon vor 80 Jahren propagierte! Erlebnispädagogik ist an der Fachschule Sozialpädagogik ein wichtiger Baustein der Ausbildung, bei dem man sowohl für seine berufliche Zukunft als auch für sich selbst wertvolle Erfahrungen sammeln kann.
Text und Fotos: Werner Schröder
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