Schulentlassung der Fachschule und der Fachoberschule

Am Freitag, 27. Juni 2008 war es wieder soweit. Schülerinnen und Schüler der Fachoberschulen und der Fachschule Agrarwirtschaft konnten nach einem Schuljahr mit allen Höhen und Tiefen aus den Händen ihrer Lehrer die Zeugnisse entgegennehmen. Die Entlassungsfeier begann mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche, den Schulpastor Dierssen mit Schülern gestaltete. Eltern, Freunde und Gäste waren von weither angereist um der "Entlassung aus der Anstalt" beizuwohnen.

Schulleiterin Annette Due begrüßte die Ehrengäste, unter anderem die Äbtissin des Klosters Erika Krüger, hob die enge Verbundenheit der Schülerinnen und Schüler mit dem Schulstandort Ebstorf hervor und bedankte sich für die Einsatzbereitschaft der Absolventen. Besonders erwähnte sie den Arbeitseinsatz nach der bestandenen Prüfung zur Verschönerung des Aufenthaltsraums im Keller der Georgsanstalt, auch wenn das "Gelb anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war."

Dank der Schülerinnen und Schüler
Im Namen der Schüler ergriff Tim Eickmann das Wort: Die Lehrer zu loben sei ja Pflicht in jeder Abschlussrede einer Schule, doch er tue das "nicht, weil es sich so gehört, sondern weil ich das will." Zusammen mit Lehrern hat Tim allgemeinbildende Schulen und Berufsschulen besucht, um für das Bildungsangebot der Georgsanstalt zu werben. Schon seit vielen Jahren erfreut sich die Georgsanstalt, besonders die Fachoberschule Forstwirtschaft überregionalen Zuspruchs.

Entlassungsrede von Marc Rath
Entlassungsredner war der Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung Uelzen, Marc Rath, der seine enge Verbundenheit zur Landwirtschaft offentbarte, auch wenn er verriet, den Unterschied zwischen Rüben und Kartoffeln erst nach dem Umzug in den Landkreis Uelzen gelernt zu haben. Schon der Ausbilder in der Journalistenschule Köln habe von der grundlegenden Bedeutung des Agrarbereichs gewusst und alle angehenden Journalisten zum Praktikum auf den Bauernhof geschickt. Er wusste offenbar, dass die Sicht auf die Welt nicht von der großen Politik aus beginnt. Die Berichtserstattung über die große Politik sei ja eigentlich einfach, da von vornherein bedeutungsvoll, deshalb sei ein guter Journalist in seinen Augen einer, der über die Jahresversammlung der Kaninchenzüchter interessant und engagiert berichten könne. Erst dann könne er sich auch an das Interview mit dem bekannten Politiker wagen. Er schätze die Arbeit kleiner Einheiten und habe auch die Georgsanstalt als eine solche  kennen gelernt und wünsche den Absolventen für Studium und Beruf viel Erfolg, dessen Grundlage zum Teil auch in der Georgsanstalt gelegt worden sei. 

Festlicher Saalschmuck - Rosen für Frau Schulz
Für die festliche Ausgestaltung des Schützenhauses hatten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Hans-Ludwig Greve gesorgt. Birkengrün schmückte den Raum, Wände und Bühne waren ein buntes Fahnenmeer mit Flaggen der Bundesländer und vieler Nationen. Für den musikalischen Rahmen des offiziellen Teils sorgten Posaunenbläser, dabei auch Dr. Seidenkranz als ehemaliger Schulleiter.
Zur Zeugnisausgabe hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Agrarwirtschaft einen besonderen Dank an ihre Klassenlehrerin ausgedacht. Die Aufgerufenen erschienen zur Zeugnisüberreichung jeder mit einer prachtvollen Rose, so dass Frau Schulz, sichtlich gerührt, beim Schüler am Ende des Alphabets Mühe hatte, alle Rosen sicher in der Hand zu halten.
Hans-Jochen Meyer, Studiendirektor für den Agrarbereich sorgte mit einer launigen Ansprache bei der Übergabe des Geschenks an Dr. Seidenkranz für heitere Stimmung. Dr. Seidenkranz, vor drei Jahren als aktiver Schulleiter verabschiedet, ging in diesem Jahr auch offiziell in den Ruhestand.  Hoffentlich sehe man sich noch oft, schließlich sei der Weg zur Georgsanstalt (Dr. Seidenkranz wohnt auf der anderen Straßenseite) nicht weit. 

Grüner Ball zum Abschluss des Schuljahres
Nach dem offiziellen Teil sorgte "Juke Box" mit einer Mischung aus Oldies, Schlagern und Rock für gute Stimmung. Hans Ludwig Greve, Vertreter des Geschäftsführungsteams des Ehemaligenvereins konnte wieder einmal viele der Absolventen als neue Mitglieder des Vereins begrüßen. Viele Ehemalige, wenn auch diesmal weniger als in den letzten Jahren, nutzten die Gelegenheit, alte Freunde und Bekannte zu treffen.
Die Stunden im Schützenhaus werden Schülern und Eltern hoffentlich als gelungener Abschluss der "Ebstorfer Zeit" in Erinnerung bleiben.

 

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