Ostergarten mit acht Stationen auf dem Schulhof Drucken E-Mail
Der begehbare Ostergarten
»Allgemein verbinden die meisten Menschen mit der Osterzeit – die Zeit vor dem Osterfest. Allerdings beginnt die Osterzeit, richtet man sich nach dem christlichen Festkalender, erst nach Ostern. Ostern ist das Fest, an dem Christen die Auferstehung Jesu vom Tod feiern«, - so Michael Dierßen, Schulpastor an der Georgsanstalt .
Diese Tatsache haben sich jetzt Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Fachbereichen der Georgsanstalt zueigen gemacht und im Schulgarten ihrer Schule einen Ostergarten aufgebaut.
Sozialassistentinnen und -assistenten im ersten Ausbildungsjahr haben zusammen mit ihrer Fachlehrerin für Sozialpädagogik, Johanna Michaelis-Krause, diesen Garten entworfen. Durch acht Stationen können Besucherinnen und Besucher hautnah den Einzug Jesu in Jerusalem, das erste Abendmahl mit seinen Freunden und sein Beten im Gethsemane nachgehen und erleben.
»Damals haben die Menschen Jesus in Jerusalem mit Palmenzweigen empfangen – heute empfangen wir unsere Besucher mit einem kleinen Buchsbaumstrauß«, erläutert Ute Marks Fachlehrerin für Gartenbau.
Weithin sichtbar ragt mitten auf dem Schulhof ein Kreuz zwei Meter hoch in den Himmel umschlungen von Zweigen und grünem Efeu – als Symbol für die Kreuzigung Jesu. Unter dem Kreuz stehen drei Figuren. Mit Hilfe einer Metallinstallation haben Schüler aus dem Berufsvorbereitungsjahr für Agrar- und Gartenbau nur die Umrisse der Menschen angedeutet, die unter dem Kreuz standen: die Mutter Jesu, ein Jünger und ein Soldat, der erkennt, dass Jesus Gottes Sohn gewesen ist.
»Wir stellen die Menschen, die dabei waren, als das alles geschah, nur in Umrissen dar«, führt Michael Dierßen aus, »damit wollen wir die Fantasie der Besucher herausfordern, denn für jeden gilt dieses Kreuz. Viele Menschen denken beim Kreuz an den Tod. Aber zuletzt wird es zum Symbol für die Auferstehung und damit für das Leben.«
»Eine Herausforderung war die Darstellung der Auferstehung,« erklärt Johanna Michaelis Krause, »denn darüber gibt es keine Augenzeugenberichte in der Bibel.«
So entstand zum Ende dieses Ostergartens ein Tunnel, an dessen Ende eine Tür angedeutet wird, die durch das Licht einer Kerze erhellt wird. »Hoffnung braucht Licht, damit sie strahlen kann«, sagt Johanna Michaelis-Krause.
Die letzte Station bündelt die Symbolik der christlichen Botschaft. »Auf dem Rasen ist mit Steinen ein Labyrinth ausgelegt. Es ist eines der ältesten religiösen Symbole für das Leben«, deutet Michael Dierßen. »Wer es nachgeht und in der seiner Mitte ankommt, gelangt an den Wendepunkt des Lebens: Das Ende des eigene Weges wird dann zum Startpunkt für die neue Ausrichtung der eigenen Zukunft.«
Die Schulleiterin der Georgsanstalt, Annette Due freut sich: »Wir glauben, dass wir mit dem Ostergarten unseren Schülern und auch Besuchern das Kirchenjahr näher bringen können. Es ist ein gemeinsames Projekt zwischen unserer Schule und dem Kirchenkreis. Das ist biblische Geschichte zum Anfassen und Nacherleben!«
Geplant ist, Kindergärten, Grundschulen, Konfirmandengruppen und andere interessierte Einrichtungen einzuladen den Weg Jesu nachzugehen!

 
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