Angehende Erzieherinnen und Erzieher von der Fachschule Sozialpädagogik (Georgsanstalt -BBS II, Veerßer Straße) sind momentan in Klassen am Schul-standort Esterholzer Straße unterwegs. Thema ist dabei „Leben planen - Schwerpunkt Alkohol". Es soll darum gehen, dass Erzieherinnen und Erzieher die Schüler über Folgen, Auswirkungen und Problematiken des ständigen Al-koholkonsums aufklären. Und dies alles nicht im Schüler-Lehrer-Gespräch, sondern von Schülern für Schüler.
So haben sich auch Marie Sanojka, Michael Stamm, Sarah Atila und Vanessa Ritzke zusammengefunden und bearbeiten mit ihren Schülern und Schülerin-nen der Klasse 1BFH2 das Thema Alkohol. Diesen vier angehenden Erzieherin-nen und Erziehern geht es darum, auf „lockere" Art und Weise darzustellen, wie Alkohol im Körper wirkt, welche Nebenwirkungen Alkohol hat und warum Jugendliche überhaupt Alkohol trinken. Es geht in den Gesprächen um persön-liche Erfahrungen, deshalb ist ein Vertrauensverhältnis zwischen angehenden Erzieherinnen und Erziehern und Schülern sehr wichtig und wurde in ersten Kennenlern- und Vertrauensspielen geübt. Die Schülergruppe durfte mit soge-nannten Rauschbrillen einen Parcours bewältigen. Diese besonderen Brillen symbolisieren den Blick einer alkoholisierten Person mit ca. 1,6 Promille. Es war spannend zu sehen, wie schwer es dabei ist, auf einer Linie zu gehen, ei-ne Haarspange vom Boden aufzuheben oder Hindernissen aus dem Weg zu gehen.
Marie, Michael, Sarah und Vanessa hatten sich überlegt, zu diesem spannen-den Thema einen Fachmann einzuladen, der die medizinische Sicht bestens erklären kann. So wurde Herr Dr. Swen Geerken in diese Runde eingeladen. Dr. Geerken schilderte der Gruppe, was Alkohol im Körper anrichtet, welche Auswirkungen Alkohol auf die werdende Mutter hat und welche Folgen Alko-holkonsum nach sich ziehen kann, von Schwindel bis hin zur Bewusstlosigkeit. Oft bleibt dann nur noch der Griff zum Handy, um den Notruf abzusetzen. Aber was ist dann? Was kommt auf die Notaufnahme zu, wenn eine alkoholisierte Person eingeliefert wird. Fragen über Fragen konnten wir in dieser Runde klären. Interessant für die Jugendlichen war auch die Statistik, in der Auf-enthalte in Kliniken aufgrund von Alkoholkonsum festgehalten wird. Nieder-sachsen liegt ganz weit oben und der Landkreis Uelzen in einer weiteren Sta-tistik ebenfalls. Grund genug, um eine aktive Alkoholpräventionsmaßnahme, wie diese der Georgsanstalt - BBS II, in Schulen durchzuführen.
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