
Wie lerne ich möglichst effektiv? Diese Frage wurde von den Schülerinnen und Schülern der drei Fachoberschulklassen und der Einjährigen Fachschule Agrarwirtschaft beantwortet. Passend zum Schuljahresbeginn fanden die diesjährigen Methodentage am 31.8. und 1.9.2010 am Standort Ebstorf statt. Die Abschlussprüfungen liegen noch in ferner Zukunft, aber wer sich rechtzeitig vorbereitet, hat weniger Stress. Eine gute Zeitplanung gehört ebenso dazu wie das Wissen, welche Lernmethoden schnell und nachhaltig zum Ziel führen. In einem ersten Schritt ermittelten die Schülerinnen und Schüler ihren individuellen Lerntyp. Lernt ein Mensch leichter über das Sehen, wird es ihm nicht viel bringen, Lernstoff akustisch aufzubereiten oder umgekehrt. Deshalb ist es wichtig, den eigenen Lerntyp zu kennen, um geeignete Lernmethoden auswählen zu können. Und davon lernten die Schülerinnen und
Schüler gleich ein ganzes Bündel kennen. Ob es sich nun die strukturierte Mitschrift im Unterricht, die als Grundlage für die Vorbereitung der nächsten Klassenarbeit dient, oder auch um das Anlegen einer Lernkartei, mit der die Englischvokabeln des Schuljahres nicht nur erfasst sondern auch gelernt werden können, handelt, manchmal sind es die nur kleinen Hilfsmittel, die

den schulischen Alltag erleichtern. Und natürlich hatten die Lernprofis unter den Schülern auch Erfahrungen mit eigenen Lerntechniken gesammelt, die sie an ihre Mitschüler weitergeben konnten. Warum diese Techniken gute Dienste dabei leisten können, Lernstoff auf Dauer im Gedächtnis zu behalten, wurde den Schülerinnen und Schülern anhand eines Films über die Junioren-Gedächtnis-Weltmeisterin zum Abschluss des ersten Tages verdeutlicht.
In den zweiten Tag starteten die Schülerinnen und Schüler dann mit weiterführenden Informationen über die Funktionsweise des Gedächtnisses. So wurde deutlich, dass es weniger effektiv ist, am Tag vor einer Klassenarbeit schnell noch z.B. die Abläufe bei der Photosynthese zu lernen. Der Arbeitsspeicher Kurzzeitgedächtnis ist dafür einfach zu klein. Erst ein kontinuierliches Lernen, bei dem der Lernstoff im Langzeitgedächtnis abgespeichert wird, führt zum Erfolg. Dieser Speicherprozess kann besonders erfolgreich sein, wenn man sich mit Mitschülern über die Inhalte austauscht, sich möglicherweise sogar die Arbeit teilt. So wurden die Schülerinnen und Schüler vor die Aufgabe gestellt, Lerntipps für die Vorbereitung einer fiktiven Klassenarbeit zum Thema „Klimawandel“ zu entwickeln, die sie dann auch an einem Mitschüler oder einer Mitschülerin ausprobieren konnten.

Für die Schülerinnen und Schüler bedeuteten die beiden Methodentage eine Zeit des Kennenlernens von Lerntechniken und des Austausches über bereits damit gemachte Erfahrungen. Jetzt ist es an ihnen, das Gelernte ein- und umzusetzen, um möglichst stressfrei und entspannt der nächsten Klassenarbeit entgegensehen zu können.
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