Amok in Uelzen – Georgsanstalt startet Vernetzung Drucken E-Mail
Dienstag, den 22. Juni 2010 um 05:36 Uhr

amok1Polizisten beim Amokeinsatz, geschockte Lehrer, weinende Schüler - die Bilder von Amokläufen an deutschen Schulen, die Marion Reusch, Fachlehrerin an der Georgsanstalt BBS-II, präsentiert, gehen unter die Haut. Ihr Vortrag war ein Ergebnis einer speziellen Fortbildung zum Thema „Amok an Schulen" in Süddeutschland. „Niemand will das hier in Uelzen erleben" beschreibt Andreas Grunert, stellvertretender Schulleiter der Georgsanstalt, das Gefühl, dass bei diesen Bildern entsteht. Er hatte bereits im vergangenen Jahr das gesamte Kollegium der Georgsanstalt zu diesem Thema geschult.

Auf Einladung der Georgsanstalt BBS-II trafen sich nun Vertreterinnen und Vertreter der Uelzener Polizei, des DRK, der Feuerwehr, der Stadt Uelzen, des Kriseninterventionsteams „Amok" der Georgsanstalt-BBS II Uelzen und deren Schulleitung an einem Tisch, um eine gemeinsame, amok2gut vernetzte Strategie im Umgang mit Amok an Schulen zu entwickeln. „Das ist der erste Runde Tisch dieser Art in Uelzen" kommentiert Kriminaloberkommissar Matthias Schwarck und verdeutlicht weiter die dringend notwendige Vernetzung aller Beteiligten in Uelzen.

„Winnenden und Erfurt haben gezeigt, dass so etwas jede Schule treffen kann" ergänzt Marion Reusch das deutliche Signal, diese Veranstaltung als Startschuss für die weitere Arbeit an diesem wichtigen Thema zu betrachten. Das einhellige Fazit aller Beteiligten: Der Beginn für eine landkreisweite Vernetzung wurde hier gelegt, es besteht aber dennoch erheblicher Handlungsbedarf für ein Gesamtkonzept aller entsprechenden Einrichtungen.

 
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